SCHÖNER TAGE TRAUM

Ein Roman von Franz von der Inde
 

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6. Kapitel

Als sich Lars gerade wieder der Vorhangschiene zuwenden wollte, klingelte es erneut an der Haustür. Diese Klingelfolge war ihm wohl bekannt. Diese Art, eine Schelle zu betätigen, war die Eigenheit seines Freundes Dirk. Der hatte ihn am Freitag angerufen, ob er vielleicht Hilfe gebrauchen könne und Lars hatte sich nicht zweimal fragen lassen. Nun kam er ihm gerade recht.

Dirk war Ende 30, von Beruf Grafiker und Werbegestalter, der auch privat gern zeichnete, malte und fotografierte. Ein sehr dynamischer sportlicher und kreativer Typ, sehr gescheit und ausgesprochen kontaktfreudig. Außerdem liebte er Feste, wie sie fielen. Dirk kannte durch seinen Beruf auch viele Promis, dadurch wieder viele schöne Frauen und reiche Kerle, war aber trotzdem kein Society-Anhänger. Nach seiner zweiten Scheidung war Dirk mal wieder Single und derzeit ohne feste Beziehung, so wie Lars.

Die Freunde begrüßten sich wie immer sehr herzlich und Dirk konnte seine gerade aufgekommene Wissbegier nicht ganz zurückhalten, obwohl ihn ja auch die Neugier auf Lars neue Wohnung ziemlich umtrieb.

„Sag mal" begann Dirk vorsichtig, „mir ist da eine hübsche junge Frau im Treppenhaus begegnet, die gerade bei dir war und du verheimlichst mir Deine neue Eroberung."

Lars begann vergnügt zu lachen. „Ja klar" rief er, denn er war in die Küche gegangen, die Kaffeemaschine auf 's Neue anzuschmeißen. Sie liebten das beide. Kaffeetrinken und Klönen.

„Dir kann man doch gar nichts verheimlichen."

„Du bist mir ja ein stiller Genießer", meinte Dirk, „und das, ohne mir auch nur ein Wort davon zu sagen.“


„Dirk! Jetzt mach aber mal halblang. Sie ist meine Nachbarin unten von Parterre und hat sich eigentlich wohl bei mir beschweren wollen, weil heute nicht mein sondern ihr Waschtag ist. Und dabei bin ich ihr gar nicht ins Gehege gekommen. Na ja, die Frauen! Gleich Knatsch anfangen. Und dabei hat sich mich auch noch von der Leiter geholt, als ich die Schiene da am Boden noch gar nicht richtig an der Decke befestigt hatte. Dann ist sie runter geknallt, als sie Sturm geklingelt hat. Wir haben das aber bei einer Tasse Kaffee schnell wieder vergessen."

„ Ist sie verheiratet?"

„Das weiß ich nicht. Ich glaube, alleinerziehend. Also, bisher habe ich nur Ben kennengelernt."

„Und wer ist Ben?“

„Ihr Sohn, netter Junge, pfiffiges Kerlchen, ziemlich fresch. Ich schätze mal, er ist zehn."

„ Was macht sie denn beruflich?" fragte Dirk.

Lars hatte genug von seiner Fragerei schnauzte ihn in rüdem Ton an:

Fortsetzung folgt !
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11.1.17 18:28

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